1. Überblick verschaffen
Klären Sie zuerst, was genau vererbt wurde: Guthaben, Wertpapiere, Immobilien, aber auch mögliche Schulden. Prüfen Sie, ob Erbschaftsteuer anfällt. Die persönlichen Freibeträge liegen bei 500.000 € für Ehe- und eingetragene Lebenspartner, 400.000 € für Kinder und 200.000 € für Enkelkinder. Bei größeren Erbschaften ist ein Gespräch mit einem Steuerberater sinnvoll.
2. Erhöhte Einlagensicherung nach einem Erbfall
Normalerweise sind Einlagen je Kunde und Bank bis 100.000 € gesetzlich geschützt. Nach bestimmten Lebensereignissen — dazu gehört auch ein Erbfall — sind in Deutschland vorübergehend höhere Beträge von bis zu 500.000 € für sechs Monate abgesichert (§ 8 Abs. 2 Einlagensicherungsgesetz). Das verschafft Zeit, das Geld anschließend auf mehrere Banken zu verteilen.
3. Das Geld aufteilen
Bewährt hat sich eine Aufteilung in drei Teile: eine sofort verfügbare Reserve auf dem Tagesgeldkonto, einen planbaren Teil im Festgeld mit festen Zinsen und — nur wenn gewünscht und langfristig — einen Teil für renditeorientierte Anlagen. Beim Festgeld verteilen Sie größere Summen so, dass je Bank höchstens 100.000 € angelegt sind.
4. Festgeld als ruhiger Parkplatz
Wer sich noch nicht festlegen möchte, kann einen Teil zunächst für 6 oder 12 Monate als Festgeld anlegen. Das Geld ist sicher, bringt feste Zinsen und steht nach Ablauf wieder zur Verfügung — genug Zeit, um in Ruhe über die weitere Verwendung zu entscheiden.
